§ 31 SGB VIII

Familienaktivierung in Hamburg-Wandsbek

Auf einen Blick

Ambulante Krisenintervention bei akuter oder vermuteter Kindeswohlgefährdung oder anstehender Rückführung – Hilfebeginn binnen 24 Stunden: Wir überprüfen die Situation vor Ort, sichern das Kindeswohl und erarbeiten die Voraussetzungen für den Verbleib des Kindes in der Familie – oder begleiten eine notwendige Inobhutnahme. Die Hilfe ist auf maximal acht Wochen angelegt.

 Diese Hilfe anfragen

Für wen geeignet

  • Familien in akuten Krisen mit Kindeswohlfragen
  • vermutete Kindeswohlgefährdung – etwa nach Meldungen von Polizei, Schule oder Kita: kurzfristige Abklärung Ihrer Sorge vor Ort
  • drohende Inobhutnahme der Kinder
  • anstehende Rückführung, die intensiv vorbereitet und begleitet werden soll

Ziele

  • Überprüfung der Situation und Gefahreneinschätzung vor Ort
  • Sicherstellung und Kontrolle des Kindeswohls
  • Feststellung, was die Familie selbst kann und wo es weitere Unterstützung braucht
  • Perspektivklärung für das Kind

Unsere Arbeitsweise

Wir arbeiten engmaschig, aufsuchend und klar strukturiert. Bis zu 14 Kontakte pro Woche sind möglich, also bis zu zweimal täglich, auch am Wochenende, zu ungünstigen Zeiten und mit Rufbereitschaft; die Hilfe ist auf maximal acht Wochen angelegt. Dafür stehen 50 Fachleistungsstunden pro Woche als Kontingent bereit, anders als im regulären Pauschalsystem termingenau abgerechnet, damit die Familie genau die Hilfe bekommt, die sie braucht. Einmal als Kontingent verfügt, ist innerhalb der Hilfe kein Nachverfügen nötig. Durch die tägliche Präsenz überprüfen wir die Situation direkt in der Familie und schätzen Gefahren fundiert ein: Überprüfung und Sicherstellung des Kindeswohls gehören hier zusammen, mit hoher Transparenz und lückenloser Nachweisführung. Auch in der Krise gilt: klare Linie mit Herz. Wir nutzen die Krise als Chance für Veränderung, mit wertschätzender Grundhaltung, im Tandem zweier Fachkräfte und mit systemischem Elterncoaching. Was sich ändern muss, benennen wir klar und erarbeiten es gemeinsam mit der Familie. Zum Abschluss geben wir eine klare Einschätzung und Empfehlung. Eine mögliche Folgehilfe übernehmen wir bewusst nicht selbst, denn so bleibt unser Blick unabhängig.

Wirksamkeit sichtbar machen

Hohe Transparenz und lückenlose Nachweisführung: strukturierte Dokumentation ab Tag 1 und Berichte auf Abruf – bei Bedarf mit direktem Einblick für die zuständige Fachkraft. Das Kindeswohl schätzen wir in den unterschiedlichen Lebensbereichen differenziert ein; regelmäßige aKWG-Einschätzungen (akute Kindeswohlgefährdung) erfolgen im Team.

Ablauf & Verfügbarkeit

Anfrage → kurzes Klärungsgespräch → Start; die Dokumentation beginnt ab Tag 1. Die aktuelle Verfügbarkeit erfragen Sie am besten telefonisch bei unserem Team.

Wie setzt sich die Familienaktivierung zusammen?

50 FLS/Woche als Kontingent

Wir rechnen termingenau ab!

  • bis zu 14 Kontakte pro Woche – bis zu zweimal täglich, auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen (je 30 Min.–5 Std.)
  • Arbeit zu ungünstigen Zeiten
  • Rufbereitschaft
  • therapeutische Zusatzangebote

Die Familienaktivierung ist die intensivste Form der ambulanten Hilfe. Die Entscheidung dafür treffen Sie in Ihrem Jugendamt gemeinsam mit Kolleg:innen und Leitungen. Wird sie als die geeignete Hilfe eingeschätzt, finden Sie das Kontingent in JusIT unter „NORDSTERN HH – SPFH § 31", Referenznummer 223934376428175360. Einmal verfügt, passt sich der Umfang der Unterstützung schnell und unkompliziert dem Bedarf an.

Diese Elemente stecken im Kontingent

Basis-Modul

  • mindestens 5 Kontakte pro Woche (30 Min.–5 Std.)
  • Tandemarbeit
  • ggf. mit Kinderkrankenschwester

Kontakte am Wochenende

  • Samstag, Sonntag und Feiertage
  • tägliche Inaugenscheinnahme

Rufbereitschaft 24h

  • in Notfällen Ansprechbarkeit rund um die Uhr

Arbeit zu ungünstiger Zeit

  • 20:00–06:00 Uhr
  • nächtliche Kontrollbesuche

Therapeutische Zusatzangebote

  • Zusammenarbeit mit externen Therapeut:innen
  • kurzfristige Termine zur Entlastung für Kinder und Eltern

Ihr Kontakt zu uns

Unser Team steht zur Beratung und zu freien Plätzen gern zur Verfügung. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

 040 5247974 90
 moin@nordstern-hh.de
 Diese Hilfe anfragen

Downloads & häufige Fragen

Was passiert bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung?

Wir klären die Situation kurzfristig vor Ort ab, sichern das Kindeswohl und klären die Perspektive des Kindes, in enger und transparenter Zusammenarbeit mit Ihnen als zuständiger Fachkraft.

Wie intensiv ist die Begleitung?

Engmaschig und aufsuchend: bis zu 14 Kontakte pro Woche, also bis zu zweimal täglich an 7 Tagen, mit Rufbereitschaft. Klar strukturiert und lückenlos dokumentiert.

Wie flexibel können wir in akuten Krisensituationen reagieren?

Jederzeit. Anders als im regulären Pauschalsystem stehen uns 50 Fachleistungsstunden pro Woche als Kontingent zur Verfügung; abgerechnet wird termingenau. Tritt etwa am Freitag eine Krise auf, gehen wir auch ungeplant am Wochenende in die Familie. Sie müssen nichts nachverfügen: Das einmal verfügte Kontingent deckt das ab. So bleiben wir in Krisen durchgehend handlungsfähig, und die Familie bekommt genau die Hilfe, die sie braucht.

Übernehmen wir im Anschluss auch die Folgehilfe?

Nein. Und zwar bewusst. Wir nutzen die Krise, schätzen die Situation ein und benennen klar, was es braucht; eine notwendige Folgehilfe leisten dann andere. So bleibt unsere Einschätzung unabhängig: Wir empfehlen keine Hilfe, die wir uns selbst zuweisen.

Was kostet die Hilfe für die Familie?

Für Familien ist die Hilfe kostenfrei. Sie wird auf Grundlage des SGB VIII vom Jugendamt finanziert.

Wie wird die Hilfe eingerichtet?

Über das zuständige Jugendamt (ASD). Sprechen Sie uns an: Wir beraten Sie zur Eignung und stimmen den Start gemeinsam ab.